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In einem lebendigen Kontext begegnen sich Mathematik und Kunst
Mit Gregory Crewdson (* 1962 in Brooklyn, New York) präsentiert das Kunstmuseum Bonn einen der international bedeutendsten Vertreter der narrativen Fotografie. Seine aufwendig bis ins Detail arrangierten Aufnahmen bezeichnet er als „Single Frame Movies“. Angelehnt an die Bildsprache des Kinos, scheinen sie die Handlung eines ganzen Films in einem Moment zu verdichten. Das gezeigte Geschehen bleibt jedoch unerklärlich, der Ausgang unbekannt. Auch der monatelange Produktionsprozess ist dem von großen Hollywoodfilmen vergleichbar. Die Fotografien entstehen unter Mitwirkung von teils über hundert Personen für Casting, Kostüm- und Setdesign, Beleuchtung und Technik. Gregory Crewdson beschwört das Geheimnisvolle inmitten des Alltäglich-Vertrauten: Seine monumentalen Fotografien zeigen den Einbruch des Unheimlichen und Rätselhaften in die vermeintlich heile Welt US-amerikanischer Vorstädte. Menschen handeln wie in Trance, mysteriöse Lichter erscheinen am Nachthimmel und Kornkreise in gepflegten Rasenflächen. In ebenso verstörenden wie ästhetischen Inszenierungen vermitteln Crewdsons Arbeiten Entfremdung und Neurosen als Kehrseite des Amerikanischen Traums.
In "Die geheime Macht der Düfte" entführt das Museum Kunstpalast Düsseldorf die Besucher in einer aktuellen Kunstausstellung. So heißt es im Alltag oft: Manche können sich gut riechen, andere haben ein feines Näschen und einiges stinkt zum Himmel. Nicht nur sprichwörtlich hat sich der Geruchssinn einen Namen gemacht. Der Mensch hat rund 400 verschiedene Geruchsrezeptoren, die zusammen eine fast unendliche Anzahl von Düften wahrnehmen können. Düfte haben Einfluss darauf, was wir fühlen, wie wir Menschen, Räume oder Gegenstände wahrnehmen, und schließlich auch auf unser Handeln. Gerüche sind eng mit unseren Erinnerungen verknüpft.