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Welche Rolle spielt Kunst in der Politik – und der Künstler in der Gesellschaft? Kaum jemanden haben diese Fragen so beschäftigt wie Jörg Immendorff (1945–2007). Während er als ebenso gefeierter wie umstrittener „Malerfürst“ ein öffentlichkeitswirksames Image pflegte, setzte er sich zeitlebens mit der politischen, gesellschaftlichen und identitätsstiftenden Funktion von Kunst auseinander. Seine unverkennbare Bildsprache machte ihn Ende des 20. Jahrhunderts zu einem der international erfolgreichsten deutschen Künstler*innen seiner Generation. Mit der ersten umfassenden Retrospektive in Immendorffs Wahlheimatstadt Düsseldorf, wo er jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete, rückt ihn das Museum Kunstpalast Düsseldorf zurück ins Blickfeld. Rund 120 Werke aus fünf Jahrzehnten zeichnen in der aktuellen Kunstausstellung seinen Weg von den Anfängen an der Düsseldorfer Kunstakademie bis zu den letzten im hiesigen Atelier entstandenen Arbeiten nach.
Nach über zweijährigem Umbau präsentiert das Jüdische Museum Berlin eine neue Dauerausstellung im Libeskind-Bau für das Publikum. Auf 3.500 qm zeigt sie jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland mit neuen Schwerpunkten und neuer Szenografie. Die Ausstellung erzählt aus jüdischer Perspektive die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis heute. Im Zentrum steht die Beziehung von Juden zu ihrer christlichen und zunehmend säkularen Umwelt – zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung, nachbarschaftlichem Zusammenleben und Gewalt. Fünf historische Kapitel bilden das Rückgrat der Ausstellung. Sie reichen von den Anfängen jüdischen Lebens in Deutschland über die Emanzipationsbewegung der Aufklärung bis in die Gegenwart. Die Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus sowie das Kapitel „Nach 1945“, das bis zum Neubeginn und Wandel jüdischen Lebens in der Migrationsgesellschaft Deutschland heute reicht, nehmen den größten Raum ein.
Stephan Balkenhol veröffentlicht neue Bronze-Skulpturen Mann und Frau 2026. Die Kunstwerke können ab sofort bei FRANK FLUEGEL GALERIE erworben werden.