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Unter dem Titel "Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter" präsentiert die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München bedeutenden Werke der Künstlergruppe "Der Blauer Reiters" - von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Zu sehen sind in dieser aktuellen Kunstausstellungen auch die Künstlerinnen, die eine zentrale Rolle in der Bewegung der Blaue Reiter spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei werden ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten präsentiert. Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Münchner Kunstausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“
Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in Düsseldorf Flingern freut sich die Sammlung Philara, mit HOUSE OF BALAGAN eine umfassende Sammlungspräsentation zu eröffnen.
Der Dorothea von Stetten-Kunstpreis wird seit 1984 alle zwei Jahre im Kunstmuseum Bonn vergeben. Seit 2014 richtet sich der mit 10.000 Euro dotierte Preis an junge Künstler:innen aus den Nachbarländern Deutschlands, um internationale Vernetzung und Sichtbarkeit zu fördern. Im Jahr 2026 werden erstmals Künstler: innen aus Frankreich ausgezeichnet. Die diesjährigen Finalist:innen Tohé Commaret (*1992), Sarah-Anais Desbenoit (*1992) und Pol Taburet (*1997) vereint ihre selbstbewusste visuelle Ästhetik, in der sie bekannte Medien wie Malerei und Kino neu denken. Unter zehn Nominierten wurden sie von der Jury, bestehend aus Liberty Adrien (KW Institute for Contemporary Art, Berlin), Anna Fricke (Museum Folkwang, Essen), Elisabeth Kihlström (Preisträgerin 2024), Viktor Neumann (Bonner Kunstverein) und Friederike Voßkamp (Museum August Macke Haus, Bonn), ausgewählt.